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Bayerisches Feuilleton vom 29.10.2011
Die ekstatische Wahrheit
Der Filmemacher Werner Herzog
Der nahe der österreichischen Grenze im bayerischen Sachrang aufgewachsene Werner Herzog glaubte schon immer daran, die Wirklichkeit beeinflussen zu können: Ende 1973 wanderte er in 22 Tagen von München nach Paris, um die schwer kranke Filmkritikerin Lotte Eisner zu besuchen und damit, in seinem Verständnis, vor dem Tod zu retten. Tatsächlich lebte die Eisner noch weitere zehn Jahre.
Der bayerische Regisseur hat sich in allen seinen Filmen immer mit der Hybris der Menschen auseinandergesetzt, vor allem mit der eigenen
Moritz Holfelder hat Werner Herzogs Karriere über zwei Jahrzehnte beobachtet und begleitet – und den Regisseur immer wieder zu seinen Filmen und seiner Arbeitsweise befragt. „Die ekstatische Wahrheit“ porträtiert einen Regisseur, der immer bis ans Ende geht – und dann noch weiter.









